Samstag, 8. März 2014

Was ist ein Sakrament?

Sakramente sind Zeichen der Nähe Gottes.




In einem Lied von Manfred Siebald heißt es:
"Gott ist schon da, er will dir Gutes tun." Damit ist eigentlich alles gesagt.
Gott ist da: In uns, um uns, einfach da. Er liebt uns, hat uns ins Leben gerufen und will, dass unser Leben gelingt. Immer wieder haben Menschen erfahren, dass er für sie da ist. Manchmal erkennt man es erst im Nachhinein. Und manchmal brauchen Menschen äußere Zeichen, damit sie sich dran erinnern - damit seine Liebe real wird. Die Symbole der Sakramente sind solche Zeichen. Sie sind äußere Zeichen, die eine Geschichte in sich tragen. Nur wer diese Geschichte kennt, wird in diesen Zeichen die Liebe Gottes erfahren.
 
Die Geschichte von Brot und Wein lautet:
 
"Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird." (Markus-Evangelium, Kapitel 14, Verse 22-24)
 
Wenn Jesus zu seinen Freunden sagt: "Das Brot ist mein Leib", dann meint er damit: So, wie dieses Brot gebrochen wird, so wird auch mein Leben zerbrochen. Ich setze mein Leben aufs Spiel, damit ich meiner Botschaft treu bleiben kann - damit ihr mir die Liebe Gottes glaubt. In der Gestalt dieses Brotes begegnet euch mein Wesen. Ihr empfangt meine Liebe. So, wie das Brot euch satt macht, so will auch ich euren Lebenshunger stillen. So, wie das Brot euch Energie gibt, will auch ich euch Kraft geben zum Leben. So, wie das Brot in euch verdaut wird und ein Teil von euch wird, so will auch ich euch ganz und gar durchdringen und ein Teil von euch werden.

Ebenso ist es mit dem Wein: "Das ist mein Blut". Wein als Zeichen für Lebensfreude. Der Rausch ein  Zeichen für Gottes Liebe. Er liebt nicht mit kühlem Kopf - berechnend. Er verschenkt sich ganz und gar, fließt über vor Liebe. In Jesus geht Gott aus sich heraus. Er gibt sein ganzes Herzblut - für uns.
 
Wenn wir in der heiligen Messe dieses Brot und den Wein empfangen, wird es uns gegeben mit den Worten: "Leib Christi - Blut Christi". Wer es entgegennimmt antwortet: "Amen". Das heißt: "Ja, so ist es". Das ist das kürzeste Glaubensbekenntnis: Ja, so ist es! Ich verinnerliche Jesus Christus - seine Liebe durchdringt mich. Er wird ein Teil von mir, ich ein Teil von ihm.

Durch Brot und Wein mit Jesus Christus verbunden


 

Die Erstkommunionvorbereitung unserer Gemeinde steht unter dem Motto:

Durch Brot und Wein mit Jesus Christus verbunden.

Neben Taufe und Firmung ist die Erstkommunion ein Sakrament der Eingliederung in die Gemeinschaft der Christen.
Gemeinschaft zu erfahren ist wichtig für ein glückliches und gelingendes Leben. Auch den Glauben können wir nur in Gemeinschaft leben – zumindest, wenn wir an Jesus Christus glauben. Schließlich haben die Menschen, die mit ihm zusammen waren, immer wieder durch die Gemeinschaft mit ihm erfahren, wie sehr Gott sie liebt. Besonders deutlich wurde ihnen dies, wenn er sich mit ihnen gemeinsam an einen Tisch gesetzt hatte. Der Höhepunkt dieser Gemeinschaftserfahrung war das letzten Abendmahl. In ganz besonderer Weise hat Jesus seinen Freunden gezeigt, dass der für sie da ist.