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Samstag, 23. Januar 2016

GottesDienst ist: Neuanfang zur Freiheit

Statio vom 23./24.1.2016
1. Lesung: Neh 8.2-4a.5-6.8-10; 2. Lesung: 1 Kor 12, 12-14.27; Evangelium: 1,1-4; 4,14-21
 
Liebe Gemeinde,
in einer Kirche auf den Philippinen war was los. Ich habs gesehen im Internet: Der Pfarrer fährt auf einem Hoverboard durch die Kirche (das ist so eine Art Skateboard, das von alleine fährt). Dabei singt er der Gemeinde ein Weihnachtslied. Stellen Sie sich das hier mal vor mit Pfarrer Jürgens… Singen kann er ja. Aber eine Showeinlage im Gottesdienst? Manche finden das bestimmt klasse. Endlich mal was los! Der Bischof auf den Philippinen fand das gar nicht gut. Hat den Pfarrer erstmal suspendiert. Im Internet wurde protestiert: Typisch Kirche. Total verbohrt. Kein Wunder, dass da keiner mehr hingeht – zum Gottesdienst.
 

Auch andere können mit Gottesdienst nichts anfangen. Sie sagen: „Das ist doch alles fromme Soße! Was hat uns dieser Jesus schon gebracht? Die Welt ist heute nichts besser als vor 2000 Jahren!“ – Ehrlich gesagt: Das denk ich manchmal auch. Im Evangelium sagt Jesus heute: „ich bin gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; … damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.“ Und am Ende setzt er noch eins drauf: „Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt“. Super! Wenn ich die Nachrichten anmache, sehe ich was ganz anderes: Krieg und Terror. Und der kommt immer näher. Anschläge in Paris, Istanbul und anderen Orten. Menschen flüchten zu uns. Die Stimmung schlägt um. Nicht erst seit Silvester in Köln. Es wird öffentlich gehetzt – auf der Straße und im Internet. Und in dieser Situation erscheint eine Neuauflage von Hitlers „Mein Kampf“. Zwar mit Kommentaren, damit man draus lernt. Aber ich fürchte, das ist Nahrung für AfD, Pegida und Konsorten. Mir macht das Angst! Ich sehe nichts von einer besseren Welt, wie Jesus sie verspricht.
 
Und in der Lesung heißt es heute: „Macht euch keine Sorgen; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.“ Ist das nicht fromme Soße für die bittere Wirklichkeit? Gottesdienst als Seelenvertröstung? Was können alte Bibeltexte uns heute noch sagen? Wozu das ganze Spektakel mit den Riten und Gebräuchen, die kaum einer versteht? Meine Antwort: Mit Gottesdienst können nur Menschen etwas anfangen, die auch mit Gott etwas anfangen können. Denn Gottesdienst ist Gottes Dienst an uns Menschen. Der Dienst, den Gott uns erweist, ist: Neuanfang zur Freiheit.
 

Die Menschen in der ersten Lesung haben das erkannt. Sie stehen vor so einem Neuanfang. Das Volk Israel ist zurückgekehrt ins Land Kanaan. Ins verheißene Land. – Viele Jahre waren sie im Exil in Babylon. Endlich sind sie frei. Allerdings: zuhause steht kein Stein mehr auf dem anderen. Alles Chaos. Sie brauchen wieder ein Fundament, das trägt. Nicht nur für die Häuser. Auch für ihr ganzes Leben. So eine Art Grundgesetz, das ein Leben in Freiheit garantiert. Einen wirklichen Neuanfang.
 
Vielleicht erinnert sich da manch einer an die Zeit in Deutschland – nach dem zweiten Weltkrieg: Mit unserer Verfassung gab es auch einen Neuanfang. Aussicht auf eine bessere Welt. Regierte vorher die Menschenverachtung von Hitlers „Mein Kampf“, gilt nun der Artikel 1 des Grundgesetztes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ - Die Würde jedes Menschen!! 1949 wurde er möglich: der Neuanfang zur Freiheit.
 
Das Grundgesetz des Volkes Israel ist das Gesetz Gottes – die zehn Gebote. Am Berg Sinai hat Gott damit seinen Bund mit ihnen geschlossen. Das war nachdem er sie zum ersten Mal befreit hat. Der Bund heißt: „Wenn ihr eure Freiheit bewahren wollt, dann werdet ihr meine Gebote halten.“
 
Jetzt sind sie wieder in der gleichen Lage. Und erkennen: Früher hatten sie sich nicht an das Gesetz Gottes gehalten. Sie werden unfrei. Gott aber bleibt treu. Hat sie erneut befreit. Und nun stehen sie da und hören das Gesetz Gottes. Was ihre Vorfahren mit Gott erlebt haben, wird vorgelesen. So, wie wir das heute noch tun – jetzt im Gottesdienst: in der Lesung und im Evangelium.
 
Die ganze Situation der ersten Lesung erinnert an unseren Wortgottesdienst. Unsere Riten und Gebräuche stammen ja aus dem jüdischen Synagogengottesdienst. Nach Jesu Auferstehung haben die Jünger den weiterhin gefeiert. Und dabei das Brot gebrochen, wie Jesus es ihnen aufgetragen hat. Unsere Feier heute hat also eine lange Tradition. Sie zeigt uns, wer wir sind und zu wem wir gehören: Zu Gott.
 
Im Gottesdienst danken wir ihm für den Dienst, den er schon längst an uns getan hat. Wir stellen uns unter sein Gesetz und bekennen uns zur Freiheit, die er uns schenkt. Mit ihm können wir immer wieder neu anfangen. Denn er selbst hat in Jesus einen Neuanfang mit uns gemacht. Wenn Jesus im Evangelium heute sagt: „Ich bin gesandt, damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.“, dann verspricht er solch einen Neuanfang zur Freiheit. In einem Gnadenjahr oder Sabbatjahr sollte es alle 50 Jahre einen Schuldenschnitt geben. Ganz wörtlich. Wer durch Schulden in Abhängigkeit geriet, sollte wieder neu anfangen können. Jesus meint das im übertragenen Sinn. Denn auch moralische Schuld macht unfrei. Aber Gott verzeiht die Schuld. Befreit von allem, was einen gefangen hält. Jesus verkündet diesen Neuanfang zur Freiheit. Und im Evangelium geht er noch weiter. Er sagt: „Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.“ Das heißt: Wer sich vom Wort Gottes treffen lässt, für den wird dieser Neuanfang zur Freiheit Realität. Er wird das Wort Gottes nicht nur hören, sondern auch tun. Wer zum Beispiel die zehn Gebote hält, wird nicht mehr von Macht, Geld und Habenwollen regiert. Das macht innerlich frei und gewährt Freiheit und Würde der anderen.
 

Ich wage mal eine Utopie:
Wenn alle Menschen so handeln würden, sähe die Welt anders aus.
·       Die Reichen würden nicht immer reicher – auf Kosten der Armen.
·       Niemand müsste aus Angst um sein Leben flüchten.
·       Keine Frau müsste befürchten, in ihrer Würde verletzt zu werden.
·       Niemand würde unterdrückt, missbraucht und gedemütigt…  
Alles Utopie? Vielleicht. Aber Utopia ist ja eine Welt, die es noch nicht gibt, die es aber geben müsste. Doch wenn viele kleine Leute viele kleine Schritte tun, dann kann das das Gesicht der Welt verändern.  
[Während der Schützenmessen:Und das hat sich das Schützenwesen ja auch auf die Fahne geschrieben. „Glaube – Sitte – Heimat“ sind keine toten Buchstaben. Wer diese Tradition lebt, gestaltet das Allgemeinwohl mit. Zu Recht gilt das nun als Weltkulturerbe: Das Gesicht der Welt verändern…]
[Und] damit kann man jeden Tag einen neuen Anfang machen.
 
Der Gottesdienst hilft mir dabei. Ich lasse mir zusagen, was Gott für mich getan hat. Das stärkt mich, wenn ich versuche, mich einzusetzen für eine bessere Welt. Im Gottesdienst brauche ich das Gefühl, dass ich Gott begegnen kann. Dafür brauche ich keine Supershow und auch kein Unterhaltungsprogramm. Ich brauche einfach Menschen, die mit mir und für mich beten. Egal, ob am Altar oder in der Bank. Menschen, mit denen ich im Glauben verbunden bin. Und die nicht sich selbst in Szene setzen, sondern Gott. Denn wir sagen ja Danke für: Gottes Dienst.

Mittwoch, 19. August 2015

Angebote für Eltern


Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Gemeinde  ist die Glaubensbildung und Glaubensbegleitung der Erwachsenen. Das hat natürlich Auswirkungen auf unser Erstkommunionkonzept. Uns geht es nicht nur um die Kinder – auch den Eltern möchten wir gerecht werden. Denn gerade die Eltern sind ja die ersten Glaubensverkünder für ihre Kinder.

Elternabende aller Eltern in der St.-Joseph-Kirche             
Als erstes sind natürlich die Elternabende für alle Eltern wichtig. Direkt nach den Sommerferien, im Januar und nach den Osterferien informieren wir diese über die jeweils folgenden Phasen der Vorbereitung ihrer Kinder. Dabei geht es nicht nur um Organisatorisches. Auch das Gebet und die erwachsenengemäße Glaubensverkündigung kommen an diesen drei Abenden nicht zu kurz. 

Meditative Glaubensimpulse         
Wer darüber hinaus Impulse für seinen eigenen erwachsenen Glauben sucht und gleichzeitig eine Stunde Auszeit aus dem Alltag, für den sind die meditativen Glaubensimpulse interessant. Ebenfalls in der St.-Joseph-Kirche. Es gibt Informationen zu Glaubensthemen in kleinen Häppchen und Zeit zum Verdauen. Ebenso Musik und Gesang und auch Zeit für Stille und Gebet.
Es geht bewusst nicht um eine Gesprächsrunde über Gott und die Welt, sondern einfach um eine Auszeit bei Gott. 

Glaubenskurs im Alltag:
Gefehlt hat manchen Eltern und Katecheten bisher die Möglichkeit, sich ganz persönlich mit dem eigenen Glauben (vielleicht neu) auseinanderzusetzen. Vielen fehlte Unterstützung dabei, sich als Erwachsene wieder neu auf Gott einzulassen.
Dazu möchte dieser Glaubenskurs im Alltag Hilfen bieten. Er orientiert sich thematisch am Vorbereitungsweg der Kinder. So haben Eltern die Möglichkeit, bewusster den Kommunionweg ihres Kindes mitzugehen und Katecheten können diesen Kurs als Vorbereitung für ihre Treffen mit den Kindern nutzen.  
Glaubenskurs im Alltag heißt:
  • Die Teilnehmer erhalten für jeden Tag einen kurzen Text mit Impulsen, Gebetsanregungen oder Hintergrundwissen zu Glaubensthemen.
  • Dafür sollte man sich täglich ca. 15 Minuten zu Hause Zeit nehmen. Wenn das nicht klappt, kann man auch seinen eigenen Rhythmus suchen.
  • Nach den Meditativen Glaubensimpulsen (siehe oben) gibt es Gelegenheit, mit anderen Teilnehmern Erfahrungen auszutauschen.
  • Wer ein persönliches Gespräch mit einem Seelsorger / einer Seelsorgerin sucht, kann dazu jemanden aus dem Seelsorgeteam ansprechen.
  • Der Glaubenskurs beginnt im Anschluss an den ersten Meditativen Glaubensimpuls in der St.-Joseph-Kirche. Anmeldung bei Pastoralreferentin Anne-Marie Eising, Tel.: 02563/400 000 160.
  • Katecheten, die die Form B der Katechetenbegleitung gewählt haben, nehmen ebenfalls an diesem Kurs teil. Daher ist er abgeschlossen, wenn die Gruppenstunden der Kinder beginnen.


  • Hier die täglichen Impulse zum Herunterladen:
  • 1
  • 2
  • 3

  •  
  • Messfeier mit Erklärungen
    Im Frühjahr laden wir ein zu einer Messfeier mit Erklärungen. Eltern und Katecheten können - während sie die Messe mitfeiern - erfahren, welche Bedeutung die einzelnen Elemente haben.


Samstag, 28. Februar 2015

Die Bibel: Das Buch der Bücher

Interessante Links zur Bibel:

Fragen und Antworten rund um den Glauben



Liebe Kinder,
während der Erstkommunionvorbereitung habt ihr bestimmt ganz viele Fragen rund um den Glauben und rund um die Erstkommunion. In diesen Büchern findest du ganz viele Antworten auf deine Fragen.

Noch einfacher:
Frag doch einfach deine Eltern, Großeltern, Paten, Katechten, Religionslehrer oder uns Seelsorger und Seelsorgerinnen der Kirchengemeinde St. Otger. Die Adressen oder Telefonnummern findest du auf unserer Homepage.



99 Fragen und Antworten rund um den Glauben
Bildquelle: http://www.herder.de/


Hier klicken

Bildquelle: Kösel-Verlag







 

Dienstag, 17. Februar 2015

Fastenzeit - 40 Tage Vorbereitung auf Ostern

Wir nennen die Fastenzeit auch österliche Bußzeit. Zu Beginn des Markus-Evangeliums fordert Jesus die Menschen auf: "Kehrt um und glaubt an das Evangelium!" (Mk 1, 15). Damit will er sagen: Glaubt mir doch, dass Gott euch liebt! Lebt aus dieser Liebe.

Das ist oft gar nicht so einfach. Dafür muss man manchmal so richtig umdenken. Und nichts anderes meint kehre um. Man kann kehre um verstehen im Sinne von denke um oder auch denke größer von Gott, als du ihn dir vorstellen kannst. Gott ist nicht so kleinherzig oder engstirnig wie die Menschen. Er steht immer hinter dir - komme was wolle. Und wenn du umkehrst - dich umdrehst - wirst du erkennen, dass er die ganze Zeit hinter dir stand. Ja, sogar nur darauf wartete, dass du wieder zu ihm zurückfindest. Gott ist wie der barmherzige Vater, von dem Jesus den Menschen erzählt hat (vgl. Lk 15,11-32).

Ich brauche manchmal recht lange, eh ich lerne umzudenken - bis die neue Art zu denken und zu handeln mir in Fleisch und Blut übergehen. 40 Tage Fastenzeit kommen mir da gerade recht. 40 Tage Zeit, mich auf das Osterfest vorzubereiten. Denn wenn ich dieses Fest ernst nehmen, muss ich gehörig umdenken: Die Liebe ist stärker als der Tod! Wer soll das begreifen?

Mehr Infos über die Fastenzeit und die Vorbereitung auf Ostern gibt es hier:
Karneval
Fastenzeit
Aschekreuz

Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, mich Gott neu zuzuwenden. Helfen können dabei das Gebet, die Bibel, Buße und Beichte oder auch Exerzitien.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Nikolaus oder Weihnachtsmann?

Liebe Kinder,
ich glaube an den Nikolaus. Der hat wirklich gelebt. Er war vor vielen Jahren Bischof in der heutigen Türkei. Für mich ist der heilige Nikolaus ein Vorbild im Glauben. Er zeigt mir, wie ich als Christin leben kann.
Ich finde den Nikolaus auch besser als den Weihnachtmann. Dieser ist nämlich erfunden. Darum mache ich mir aus dem Schoko-Weihnachtsmann einen Nikolaus. Wie das geht, kannst du hier sehen: Nikolausbastelbogen - Aktion Weihnachtsmannfreie Zone

Die Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" setzt sich dafür ein, dass der heilige Nikolaus nicht vergessen wird. Hier mehr: Film zur Aktion Weihnachtsmannfreie Zone

Bestimmt weißt du, wer der heilige Nikolaus war. Hier kannst du es noch einmal nachlesen: Wer war der heilige Nikolaus?

Übrigens:
Die Messdiener verkaufen jedes Jahr den "echten" Schoko-Nikolaus.

Auch im K-Punkt (Dufkampstr. 20) kannst du ihn kaufen.

Montag, 31. März 2014

Bibelempfehlung

Liebe Eltern,
in der letzten Woche haben sich die Erstkommunionkinder mit der Bibel beschäftigt. Näheres zur Bedeutung der Bibel für den Glauben der Christen und für die Feier des Gottesdienstes können Sie dem Elternbrief zur fünften Gruppenstunde entnehmen. Wenn Sie eine geeignete Kinderbibel suchen, kann ich Ihnen diese von Rainer Oberthür empfehlen:

http://www.randomhouse.de/Buch/Die-Bibel-fuer-Kinder-und-alle-im-Haus/Rainer-Oberthuer/e245507.rhd

Vielleicht machen Sie sich ja gemeinsam mit Ihrem Kind auf den Weg, die Bibel - und damit Gott - immer besser kennen zu lernen?

Donnerstag, 20. März 2014

Wie werden Hostien hergestellt?

Ordensfrauen backen Hostien. Wie sie dies tun und welche Bedeutung dies für sie hat, zeigt dieser Film: https://www.youtube.com/watch?v=c0D7NJd38WU

Und auch evangelische Christen in Dresden backen Hostien: https://www.youtube.com/watch?v=AarveqU3c6M

Diesen Film find ich noch am besten: https://www.youtube.com/watch?v=9CLwDr2ih8M




Samstag, 8. März 2014

Was ist ein Sakrament?

Sakramente sind Zeichen der Nähe Gottes.




In einem Lied von Manfred Siebald heißt es:
"Gott ist schon da, er will dir Gutes tun." Damit ist eigentlich alles gesagt.
Gott ist da: In uns, um uns, einfach da. Er liebt uns, hat uns ins Leben gerufen und will, dass unser Leben gelingt. Immer wieder haben Menschen erfahren, dass er für sie da ist. Manchmal erkennt man es erst im Nachhinein. Und manchmal brauchen Menschen äußere Zeichen, damit sie sich dran erinnern - damit seine Liebe real wird. Die Symbole der Sakramente sind solche Zeichen. Sie sind äußere Zeichen, die eine Geschichte in sich tragen. Nur wer diese Geschichte kennt, wird in diesen Zeichen die Liebe Gottes erfahren.
 
Die Geschichte von Brot und Wein lautet:
 
"Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird." (Markus-Evangelium, Kapitel 14, Verse 22-24)
 
Wenn Jesus zu seinen Freunden sagt: "Das Brot ist mein Leib", dann meint er damit: So, wie dieses Brot gebrochen wird, so wird auch mein Leben zerbrochen. Ich setze mein Leben aufs Spiel, damit ich meiner Botschaft treu bleiben kann - damit ihr mir die Liebe Gottes glaubt. In der Gestalt dieses Brotes begegnet euch mein Wesen. Ihr empfangt meine Liebe. So, wie das Brot euch satt macht, so will auch ich euren Lebenshunger stillen. So, wie das Brot euch Energie gibt, will auch ich euch Kraft geben zum Leben. So, wie das Brot in euch verdaut wird und ein Teil von euch wird, so will auch ich euch ganz und gar durchdringen und ein Teil von euch werden.

Ebenso ist es mit dem Wein: "Das ist mein Blut". Wein als Zeichen für Lebensfreude. Der Rausch ein  Zeichen für Gottes Liebe. Er liebt nicht mit kühlem Kopf - berechnend. Er verschenkt sich ganz und gar, fließt über vor Liebe. In Jesus geht Gott aus sich heraus. Er gibt sein ganzes Herzblut - für uns.
 
Wenn wir in der heiligen Messe dieses Brot und den Wein empfangen, wird es uns gegeben mit den Worten: "Leib Christi - Blut Christi". Wer es entgegennimmt antwortet: "Amen". Das heißt: "Ja, so ist es". Das ist das kürzeste Glaubensbekenntnis: Ja, so ist es! Ich verinnerliche Jesus Christus - seine Liebe durchdringt mich. Er wird ein Teil von mir, ich ein Teil von ihm.

Durch Brot und Wein mit Jesus Christus verbunden


 

Die Erstkommunionvorbereitung unserer Gemeinde steht unter dem Motto:

Durch Brot und Wein mit Jesus Christus verbunden.

Neben Taufe und Firmung ist die Erstkommunion ein Sakrament der Eingliederung in die Gemeinschaft der Christen.
Gemeinschaft zu erfahren ist wichtig für ein glückliches und gelingendes Leben. Auch den Glauben können wir nur in Gemeinschaft leben – zumindest, wenn wir an Jesus Christus glauben. Schließlich haben die Menschen, die mit ihm zusammen waren, immer wieder durch die Gemeinschaft mit ihm erfahren, wie sehr Gott sie liebt. Besonders deutlich wurde ihnen dies, wenn er sich mit ihnen gemeinsam an einen Tisch gesetzt hatte. Der Höhepunkt dieser Gemeinschaftserfahrung war das letzten Abendmahl. In ganz besonderer Weise hat Jesus seinen Freunden gezeigt, dass der für sie da ist.